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Luftschiffe –
unterschätzte Alternative im Luftverkehr

Der Aviation-Sektor steht im Spannungsfeld zwischen eskalierender Erderhitzung einerseits und einem bis 2050 stark wachsenden Passagieraufkommen, das mit einer Zunahme des Kerosinverbrauchs bis zu einem Faktor von 3,8 verbunden ist. Zum Einsatz von Sustainable Aviation Fuels (SAFs) gibt es bislang keine Alternative: er ist notwendig, aber nicht hinreichend, um dem Flugverkehr bis 2050 die Klimawirksamkeit zu nehmen.

Luftschiffe sind eine Alternative zum klassischen Jet, dessen Triebwerke mit fossilem Kerosin versorgt werden. Welche Möglichkeiten eine mögliche, vielleicht sogar zwingende Renaissance dieser Flugobjekte bietet, das diskutiere ich mit Expert*innen auf dem Deutschen Mobilitätskongress 2026 am 18. November, 13 Uhr, in Frankfurt am Main.

Programm und Tickets gibt es unter diesem Link: https://bit.ly/4e2dzei

Den idealen Hochlauf in der Produktion von SAFs etwa durch INERATEC und anderen Firmen vorausgesetzt, soll nach den vorliegenden Plänen im Zieljahr 2050 max. 70% des fossilen Kerosins durch Bio- oder eSAFs ersetzt werden. Angesichts des deutlich wachsenden Treibstoffverbrauchs in der Luftfahrt als Folge einer erhöhten Nachfrage ist es aktuell unwahrscheinlich, die Umwelt- und damit Klimawirksamkeit des Fracht- und Passagierverkehrs in der Luft im erforderlichen Maße zu verringern.

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Der Airlander 10 vom britischen Hersteller Hybrid Air Vehicles (HAV). (Bild: HAV)

Eine Möglichkeit, Emissionen darüber hinaus erheblich zu reduzieren, bieten so genannte Hybrid Airships, wie sie von Hybrid Air Vehicles in Großbritannien und FLYING WHALES in Frankreich gebaut bzw entwickelt werden. Testflüge zwischen Barcelona und Palma de Mallorca haben ergeben, dass der Pro-Kopf CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventionellen Jets mit solchen Airships von 54 kg auf 4,5 kg verringert werden kann, wobei die Flugzeit von 50 Min auf gut vier Stunden steigt.

Ich freue mich deshalb, auf dem Deutschen Mobilitätskongress am 18. November, 13 Uhr, als Inhaber des Verkehrskontors FrankfurtRheinMain mit der französischen Kollegin Armelle Tarrieu von FLYING WHALES, dem britischen Kollegen George Land (Hybrid Air Vehicles), mit Andre Morgenbrodt (Kuehne + Nagel), Ruediger Fromm (Siemens Energy) und Prof. Dr. Christoph Pflaum (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, FAU) über das Thema Hybrid Air Vehicles diskutieren zu können.

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Prof Stephan Rammler: Eurotopia 2050 – ein Kontinent wird resilient. (oekom Verlag).

Einen aktuellen Impuls zum Thema hat Prof. Stephan Rammler mit seinem Buch „Eurotopia 2050“ (oekom-Verlag) gegeben, der bildmächtig den Einsatz von Luftschiffen in der Welt nach 2045 beschreibt: „Bis 2040 waren über 1200 kommerzielle Luftschiffe in Europa registriert. Die Werften verteilten sich auf Hamburg, Toulouse, Mailand und Gdansk … Europa hat … eine ambitionierte Industriepolitik mit staatlicher Beschaffung, europäischem Staatsfonds und gezielten Aufträgen betrieben.“

Rammler hatte das Thema bereits 2014 in seinem Buch „Schubumkehr“ behandelt und dem Luftschiff angesichts von Klimawandel und einer verschärften Umweltgesetzgebung eine Zukunft gegeben.

Der Deutsche Mobilitätskongress wird von der Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVWG) e.V. in Zusammenarbeit mit der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH und der Messe Frankfurt GmbH ausgerichtet.

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