Stefan Carsten: „Bis 2030
muss ein Kurswechsel erfolgen“

Mobilität ist ein Grundbedürfnis und mehr als nur Fortbewegung: Sie ist Teilhabe, Zeitbudget, Identität und Lebensqualität. Sie entscheidet darüber, wie wir zur Arbeit kommen, wie Kinder ihre Schule erreichen oder ob wir spontan Veranstaltungen besuchen können. Mobilität ist mehr denn je im Umbruch, sagt der Trendforscher Dr. Stefan Carsten. Wohin die Reise geht und auf welche Entwicklungen wir setzen können, beschreibt Dr. Stefan Carsten in seinem aktuellen Mobility Report 2027.

Der Mobilitätsforscher aus Berlin gibt auf Einladung von HOLM e.V. und Verkehrskontor FrankurtRheinMain am

30. Juni 2026
17:00 – 19:00 Uhr

im
House of Logistics and Mobility (HOLM),
Bessie-Coleman-Straße 7, Frankfurt aM, Gateway-Gardens

einen Überblick über die Trends 2027, die „nicht am Schreibtisch, sondern im Dialog mit Verkehrsverbünden, Stadtplanern, Unternehmen*innen und Wissenschafler*innen ermittelt worden sind“.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung bis zum 19. Juni 2026 unter holm.ev@frankfurt-holm.de erforderlich.

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Michael Benz: „Wir kommen
an einer Logistik Maut nicht vorbei“

Die urbane Logistik der Zukunft muss koordinierter sein als bisher, weg von Push- und hin zur Pull-Logistik, sagt Michael Benz, geschäftsführender Gesellschafter der Benz + Walter GmbH in Wiesbaden. Statt einzelner Kurier-, Express-, Paketdienstleister und Spediteure, die in die Stadt fahren (Push-Logistik), plädiert Benz für ein System, das Verkehre bündelt und bei Bedarf anfordert (Pull-Logistik). Die Funktion, Lieferverkehr zu konsolidieren, könnte die Kommune übernehmen oder extern vergeben, wie das Beispiel Vicenza in Norditalien zeigt. Die Altstadt von Vicenza ist seit 1996 für den Verkehr gesperrt, die Güterlogistik im Stadtzentrum wird ausschließlich mit Elektrofahrzeugen der Initiative „Vicenza Eco-Logistic Center“ (VELoCe) abgewickelt, ein kommunales Unternehmen im Besitz der Stadtverwaltung und aller Gewerkschaften.

Michael Benz gibt am 30. Juni, 17 Uhr, bei der Vorstellung des neuen Mobility Reports von Dr. Stefan Carsten im House of Logistics and Mobility in Frankfurt aM den Impuls zum Thema „Urbane Logistik“. Die Präsentation ist eine gemeinsame Veranstaltung von HOLM eV und Verkehrskontor FrankfurtRheinMain. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter holm.ev@frankfurt-holm.de erforderlich.

Im Interview mit dem Verkehrskontor FrankfurtRheinMain antwortet Benz auf Carstens Idee der Movable Spaces: Gebäude und Plätze, die zeitlich befristet die Betriebszustände wechseln. Der Supermarkt wird urbaner und innerstädtischer und entwickelt sich zum multifunktionalen Quartiersbaustein.

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Hybrid Air Vehicles, Flying Whales, Luftschiff, Zeroemission, HAV, Verkehrskontor FrankfurtRheinMain, Jürgen Schultheis

Luftschiffe – die unterschätzte
Alternative im Luftverkehr

Der Flugverkehr wird angesichts der Prognosen für 2050 auch künftig erhebliche Umweltwirkungen haben und die Erderwärmung weiter forcieren. Elektrisch betrieben Luftschiffe bieten neue Möglichkeiten, den Kohlendioxid-Ausstoß im Aviation-Sektor deutlich zu senken.

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William Bill Anders, Victor Glover, Apollo 8, Artemis 2, Erde, Verkehrskontor FrankfurtRheinMain, Jürgen Schultheis

Die Erde – ein überlasteter Planet

Ein Motiv, zwei Fotografen – und ein absehbares Desaster.

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Erderwärming, Deutsche Physikalische Gesellschaft, Deutsche Meteorologische Gesellschaft, Verkehrskontor FrankfurtRheinMain, Jürgen Schultheis

Die +3°C-Grenze könnte
schon 2050 überschritten werden

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG) und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG) haben Ende September 2025 anlässlich des ExtremWetterKongresses einen Aufruf veröffentlicht, der – abgesehen von einer kurzen Nachrichtenlage – im Grunde unbeachtet geblieben ist. „Die Beobachtungslage zeigt, dass sich die Klimaentwicklung erheblich beschleunigt hat – sowohl in der Atmosphäre wie auch den Ozeanen“, heißt es im Aufruf. „DPG und DMG weisen deshalb darauf hin, dass eine globale Erwärmung um 3 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau bereits um 2050 nicht ausgeschlossen werden kann.“

Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), hat die Konsequenzen beschrieben: „Bei einer 3 Grad Erwärmung würden die inneren Tropen unbewohnbar werden, in dem Sinn, dass sie ohne Klimaanlage im Freien nicht länger als 3 Stunden überleben könnten, weil die Kombination aus Temperatur und Luftfeuchte uns physiologisch überfordern würde. Das heißt, dass dann bis zwei bis drei Milliarden Menschen keinen Lebensraum mehr hätten.“

Aber wen kümmert´s ?

Max Weber, Cem Özdemir, Bündnis 90/Die Grünen, Baden-Württemberg, Verantwortungsethik, Gesinnungsethik, Wahl 2026, Jürgen Schultheis, Verkehrskontor FrankfurtRheinMain

Bündnis 90/Die Grünen – zwischen
Gesinnungs- und Verantwortungsethik

Bündnis 90/Die Grünen haben seit Gründung im Jahr 1980 immer darum gerungen, wer in der Partei den Kurs vorgibt oder wer den größeren Einfluss auf den Kurs der Partei hat  – „Fundis“ oder „Realos“. In einer Zeit des allgemeinen Roll-backs, der zunehmenden Wissenschaftsabgewandheit bis -ferne demokratischer Kräfte wie CDU/CSU, SPD und FDP und angesichts eines Klimawandles, dessen Dynamik zu Lasten der Menschen von Jahr zu Jahr wächst, stehen Bündnis 90/Die Grünen heute mehr denn je vor der Frage, wie Mehrheiten im Wahlvolk gewonnen werden können. Es geht um die Frage, wie ich es mit Gesinnungs- und Verantwortungsethik halte.

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FDP Frankfurt Nachtflugverbot lockern, Stephanie Wüst, Frank Maiwald, Sebastian Papke

Die Frankfurter FDP
will das Nachtflugverbot lockern

Im Spannungsfeld von Wirtschaftswachstum und Lebensqualität legt die FDP in Frankfurt am Main die Axt an einen tragfähigen politisch-gesellschaftlichen Kompromiss: Mit ihrer Forderung im Kommunalwahlkampf 2026, das Nachtflugverbot zu lockern, kündigt die Partei das Ergebnis des bundesweit beachteten Mediationsverfahrens zum Ausbau des Flughafens auf. Bau der Landebahn Nordwest und ein Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr, Ausbau der Infrastruktur mit Wachstumsoption für den Luftverkehr, verbunden mit eingeschränkter Nachtruhe für die Menschen in einem hochverdichteten Raum – diesen Konsens wollen Frankfurts Liberale mit Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst, dem Kreisvorsitzenden Frank Maiwald und Stellvertreter Sebastian Papke an der Spitze der Partei auflösen. Kreis- und Ortsverbände der FDP in der Region lehnen die Forderung der Frankfurter Liberalen strikt ab, wie aus einer Umfrage des Verkehrskontors FrankfurtRheinMain hervorgeht.

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Sustainable Aviation Fuels (SAF) sind
kein Allheilmittel der Dekarbonisierung

Der Flugverkehr muss seine klimaschädlichen Emissionen drastisch verringern: Neben Kohlendioxid müssen Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoff und vor allem Feinstaub aus dem Abgas entfernt werden. Nachhaltige, biogen oder elektrisch erzeugte Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAFs) sollen deshalb das fossile Kerosin ersetzen. Testbetriebe mit SAFs zeigen, dass der Anteil der Schadstoffe zum großen Teil erheblich verringert werden kann. Wie bei eFuels für den Pkw-Verkehr zeigt sich aber, dass es bislang nicht gelungen ist, den Anteil an klimaschädlichem Kohlenmonoxid und Stickstoff in den Abgasen von SAFs zu verringern. SAF ist deshalb kein Allheilmittel der Dekarbonisierung.

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Michael Roth, Andreas Weiher, Jürgen Schultheis, Beate Rilke, Carola Willmann, Hedy, Wächtersbach, SPD

Europapolitiker Michael Roth (SPD)
präsentiert sein Buch „Zonen der Angst“

Ein ausgeprägter Gestaltungswille, das Gefühl, der Gemeinde oder Stadt verpflichtet zu sein und der Wunsch, das Gemeinwohl zu fördern: Das sind Gründe, warum Menschen sich in der Politik engagieren und bereit sind, Ämter und Aufgaben zu übernehmen. Doch die Attraktivität des Bürgermeisteramtes sinkt wie generell die Bereitschaft, sich in Landes- und Bundesparlamente wählen zu lassen. Wer ein öffentliches Amt übernimmt, wird heute nicht selten beschimpft, beleidigt und bedroht. Manche ziehen sich zurück, andere treten gar nicht erst an oder legen ihr Amt nieder.

Über dieses Thema haben der ehemalige MdB und langjährige Außenpolitiker Michael Roth (SPD) und Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) Mitte Oktober in Wächtersbach gesprochen. Roth las im Gespräch mit Pfarrerin Beate Rilke aus seinem aktuellen Buch „Zonen der Angst“. Ich hatte das Vergnügen, in die Veranstaltung einführen zu dürfen.

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Verbrenner-Aus, Gitta Connemann, Pkw, Motor, CDU, Jürgen Schultheis, Verkehrskontor FrankfurtRheinMain,

Die Wissenschaftsferne der Politik:
Offener Brief an Gitta Connemann

Sehr geehrte Frau Connemann,

mir fällt auf, dass in Ihren Kommentaren wie generell in denen Ihrer Parteikolleg*innen das Wort „Technologieoffenheit“ zwar häufig fällt, aber nie die Empfehlungen wissenschaftlicher Institutionen zitiert werden, deren Auftrag es ist, Sie und mit Ihnen die Bundesregierung zu beraten. Ich erlaube mir, Ihnen in der gebotenen Kürze einige Hinweise aus der Wissenschaft an die Hand zu geben, damit wir auch künftigen Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen können.

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