Dr Jürgen Dieter, Prof Knut Ringat, Kaweh Mansoori, Carsten Knop, FAZ

Das Deutschlandticket
befördert die Mobilitätswende

Mobilität muss sich aus Gründen des Ressourcen- und Klimaschutzes verändern und anpassen, sagt Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori (SPD), weshalb eine „neue Mobilität“ vonnöten sei. Diese „neue Mobilität“ versteht der Verkehrsminister als Versprechen, allen Menschen Mobilität zu ermöglichen. Das Deutschlandticket sei ein „wesentlicher Schritt“, um dieses Versprechen einzulösen.

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Hessen Mobil, Verkehr, Hessen, Straßenverkehr, Jürgen Schultheis

Aufruf zum Umdenken:
„Wir sollten anders mobil sein“

Ein Umdenken bei Planung und Bau von Straßenverkehrsinfrastruktur haben Tim Wallrabenstein und Daniel Eckardt (beide Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement) bei der Jahrestagung der Behörde Mitte April in Frankfurt am Main angekündigt. Hessen Mobil mit seinen rund 3000 Mitarbeitenden ist als Landesbehörde zuständig vor allem für Straßen- und Radwegebau.

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Wasserstoff, H2, Zeroemission, House of Logistics and Mobility, Verkehr,

Wasserstoff – Energieträger
für den Dauereinsatz im Verkehr

Wasserstoff als Energieträger kann im Verkehrssektor sinnvoll dort eingesetzt werden, wo es um Dauerbetriebe und um hohe Belastungen von Fahrzeugen geht, bei denen Ladezeiten den Betrieb erschweren oder unwirtschaftlich machen. Der Energieträger H2 ist deshalb für Schwerlastverkehre geeignet, attraktiv für Heavy Duty Anwendungen, etwa auf dem Flughafenvorfeld, oder bei Bussen im Regionalverkehr. Hessen hat beim Thema Wasserstoff gute Standortbedingungen: Nahezu alle notwendigen Technologien und Rohstoffe sind im Land zwischen Bad Karlshafen und Viernheim vorhanden.

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Jürgen Schultheis Bus2Bus Messe Berlin

Vorfahrt für den Bus

Der Bus als flexibles Verkehrsmittel für die Verkehrswende auf der Straße wird unterschätzt: Als Massentransportmittel nutzt der Bus die Straße als eine im Regelfall exzellent ausgebaute Infrastruktur, bei dem Emissionen ist der Bus selbst mit Verbrennungsmotor nahezu allen anderen Verkehrsmitteln überlegen und als elektrifizierte Variante im Blick auf Energieeinsatz und Transportkapazität praktisch konkurrenzlos. Der Bus ist ein Faktor für die multimodale Mobilität, deren Stärke im Verbund von Fuß- und Radverkehr, von Tram, U-Bahn und S-Bahn liegt und für On-Demand-Angebote von steigender Bedeutung sind. Bus2Bus, Messe Berlin, Verkehr, Jürgen Schultheis, Vorfahrt für den BusDas ist eine der Schlussfolgerungen, die ich als Verkehrsexperte und als Clustermanager Mobility in der House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH im Interview mit BUS2BUS kürzlich gezogen habe. Das Interview kann man und frau unter diesem Link nachlesen: https://di-ri.co/TySuz

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Diskussion über alternative
und emissionsfreie Antriebe

Die Verkehrswende wird ohne #Energiewende nicht gelingen. Und das in doppelter Hinsicht: Jeder Antrieb sollte angesichts des Klimawandels so schnell wie möglich emissionsfrei sein (nicht nur „klimaneutral“), und jeder Antrieb muss künftig im Sinne des Energiekonzeptes der Bundesregierung mit weniger Energie auskommen.

Aber wie kann das gelingen? Was uns heute bei Alternativen Antrieben im Verkehr zur Verfügung steht und welche Energieform sinnvoll nutzbar sind, das diskutieren wir beim 5. Virtuellen Meeting des Clusters Mobility in der House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH am Donnerstag, 2. November, 10 Uhr. Hier geht´s zur Anmeldung…

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Mobility Design:
Der Mensch im Mittelpunkt

Triste Bahnhöfe, verwahrloste Haltestellen und eine in Teilen vernachlässigte Infrastruktur vor allem im schienengebundenen Personenverkehr sind heute Alltagserfahrungen der pendelnden Beschäftigten nicht nur in ländlichen Regionen. Der Begeisterung für die faszinierenden Möglichkeiten der Digitalisierung steht das merkwürdige Desinteresse für die Lebenswelt des mobilen Menschen gegenüber.

Dabei soll gerade dem öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV), der auf diese schienengebundenen Mobilitätsangebote angewiesen ist, eine herausragende Bedeutung bei der Verkehrswende zukommen. Aber warum soll jemand auf die Bequemlichkeit seines Automobils verzichten und sich dieser Tristheit aussetzen, selbst wenn er übers Jahr gerechnet mindestens zwei Wochen im Stau steht? Eine Erkundung und eine Lobrede auf das Buch Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten“.

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Ein Gratis ÖPNV für Deutschland

Christian Grotemeier lehrt Mobilitätsmanagement und BWL an der Hochschule Rhein-Main. In einem Beitrag hat sich Grotemeier mit dem Thema „ÖPNV-Finanzierung und Klimaschutz verbinden: Ein neuer Finanzierungsansatz“ beschäftigt (Link). Bedenkenswert sind seine Vorschläge allemal, soweit ich das überhaupt in der Tiefe beurteilen kann, begrüßenswert in jedem Fall, da wir seit Jahren (Jahrzehnten?) bei diesem Thema auf der Stelle treten. Womit wir beim Thema sind: Eines der hausgemachten Probleme bei der Konstruktion des Finanzierungssystems für den ÖPNV ist das inkrementelle Vorgehen. Die schrittweise und mutmaßliche Verbesserung im Finanzierungssystem löst aber kein Problem und schafft für die politischen Akteur*innen innerhalb des Systems der Legislaturperioden bestenfalls eine zeitweise Entlastung. Inkrementelles Vorgehen hat deshalb nur eine geringe „Lösungstiefe“.

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Mobilität der Zukunft
als komplexe Herausforderung

Die Frage ist sinngemäß wiederholt gestellt, bislang aber nur unbefriedigend beantwortet worden: „Wie sieht die Zukunft der öffentlichen Mobilität aus, und was bedeutet öffentliche, geteilte Mobilität für unsere Gesellschaft?“ Die Organisator*innen und Sprecher*innen der ersten Branchenveranstaltung unter der Überschrift „Zukunft Nahverkehr“ (#znv23) haben Anfang September in Berlin um Antworten gebeten – und sind reich belohnt worden. Was nicht zuletzt dem umfangreichen Programm geschuldet ist, in dessen Verlauf viele Einzelaspekte des Themas bei unterschiedlicher Flughöhe verhandelt worden sind: von technisch-betriebswirtschaftlichen Fragen über politische und soziale Aspekte der Mobilität bis hin zu gesellschaftlich-politischen Entwicklungen, die unmittelbar Einfluss auf unser Mobilitäts- und damit auch auf unser Verkehrsverhalten haben.

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Urteil zum Klimawandel: Energiekonzerne verletzen die Menschenrechte

Der Klimawandel verändert nicht nur die Umwelt in einem existenziell bedrohlichen Ausmaß, er verletzt auch die Menschenrechte. Deshalb ist es überfällig, über Ursachen und Verursacher, und Verantwortung und Haftung zu diskutieren. Diese Dimension der aktuellen Krise ist in Deutschland bislang nciht ausreichend erörtert worden.

Die Kritik, die gegen die Akteur*innen der Letzten Generation vorgebracht wird, trifft deshalb fälschlicherweise die Überbringer der schlechten Nachricht und nicht die Verursacher, um die es gehen sollte. Nicht die Straßenblockaden oder die Besetzung eines Weilers sind das vordringliche Problem, sondern die Verantwortung und die erfolgreiche Lobbyarbeit vor allem der Energiekonzerne, die seit Jahrzehnten wissen, welche Folgen es hat, wenn fossile Energieträger verbrannt werden. Und die Millionen von Dollar mit Erfolg ausgegeben haben, um die Erwärmung der Atmosphäre, die durch ihre Emissionen mit verursacht worden ist, zu verharmlosen und die Klimaforschung zu diskreditieren. Geld, das auch für Lobbyarbeit bei Regierungen und Parteien ausgegeben worden ist.

Dabei ist wertvolle Zeit im Kampf gegen den Klimawandel verlorengegangen, was heute einen fundamentalen, in seiner Dimension und Reichweite neuen Zielkonflikt ausgelöst hat: Zwischen dem Erfordernis einerseits, umgehend und umfassend die Transformation zu einer nicht kohlenstoffbasierten Wirtschafts- und Lebensweise einzuleiten und der Tatsache andererseits, dass Demokratie Zeit braucht und zuweilen träge und langsam auf neue Anforderungen reagiert.

Für diesen demokratischen Willensbildungsprozess sind Transparenz und die Einsicht, dass private Interessen nicht notwendig immer dem Gemeinwohl dienen, notwendige Voraussetzungen. Dazu gehört in Ausnahmesituationen auch das Recht zu zivilem Ungehorsam.

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